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Japan-Notizen
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Theater
Keine Angst vor dem klassischen japanischen Theater: Man kann dem Geschehen auf der Bühne in groben Zügen folgen (auch ohne englischsprachige Programme oder dem Knopf im Ohr, der gewisse Zusammenhänge erläutert). Nicht die Worte sind wichtig, sondern das Spektakel.

No ist die älteste der drei klassischen japanischen Theaterformen (13.Jh.); sie hat ihren Ursprung in kultischen, festlichen Spielen und religiösen Tänzen. Acht Chorsänger, begleitet von Trommeln und einer Flöte, erzählen die Handlung. Die Ausdrucksmittel der Schauspieler - ausschließlich Männer - sind Gestik und Bewegung. Der Hauptdarsteller trägt eine Maske, die die dargestellte Rolle charakterisiert. Die mehrere Stunden dauernden, bis zur Abstraktion stilisierten Stücke werden von einer burlesken Einlage (kyogen) unterbrochen, in der die „Stimme des Volkes“ zu Worte kommt.

Kabuki ist im Gegensatz zu No, das traditionell dem Adel vorbehalten war, eine sehr volkstümliche Theatergattung, die im 17.Jh. entstand. Themen von Kabuki-Stücken sind entweder Krieger und Adlige, das Leben des Volkes oder ein Tanz. Die auch hier ausschließlich männlichen Darsteller tragen keine Masken, sondern sind ihrer Rolle entsprechend ausdrucksvoll geschminkt. Hauptmusikinstrument ist die Shamisen.

Bunraku, vermutlich in China entstanden, entwickelte sich ebenfalls im 17.Jh. Thematisch lehnt es sich an Kabuki-Stücke an, die Rolle der Schauspieler übernehmen aber nahezu lebensgroße Puppen. Die schwarzgekleideten Puppenspieler - jeweils drei bewegen eine Puppe - agieren für die Zuschauer sichtbar auf der Bühne (nur wird sie der Japaner einfach nicht sehen!). Den Gang der Handlung trägt unter Shamisenbegleitung ein (mitunter auch mehrere) Erzähler vor.
 
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