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Japan-Notizen
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Malerei
Anders als etwa die europäische Malerei läßt sich die japanische in kein periodisches Raster fassen. Selbst die Frage, wann von eigenständiger japanischer Malerei die Rede sein kann, läßt sich kaum beantworten. Bis in die Nara-Zeit (8.Jh.) hinein dominiert der chinesische Einfluß, Tempel-Architektur und Plastik sind die maßgeblichen Kunstrichtungen. Erst in der späten Heian-Periode (894-1185) entwickelt sich das Yamato-e, das "japanische Bild". Genuin japanisch sind die Tuschzeichnungen (sumi-e) aus dem 14. und 15.Jh., deren bedeutendster Vertreter der Maler Sesshu (1420-1506) ist. Im späten 16. und 17.Jh. herrscht die Kano-Schule vor, dekorative Malerei auf Wandschirmen und Schiebetüren. Mit Tokio - oder besser Edo - ist jedoch keine der zahlreichen Spielarten japanischer Malerei enger verbunden als die Kunst des Holzschnitts. Mit der Verlagerung des Regierungssitzes nach Edo und dem sich mehrenden Wohlstand der Bürger entwickelte sich dort eine bürgerliche Kultur mit dem Bedürfnis nach Bildern - früher dem Adel vorbehalten. Die beliebtesten Themen waren Straßenszenen, Kabuki-Schaupieler oder Beschreibungen der "fließenden Welt" der Vergnügungsviertel; diese Motive gaben der ganzen Kunstrichtung auch den Namen "Ukiyo-e" - die "Bilder von der fließenden Welt". Mit etwas Glück lassen sich auch heute noch Originale, zumindest aber Reproduktionen der bedeutendsten Künstler dieser Epoche - Suzuki Harunobu, Torii Kiyonaga, Kitagawa Utamaro, Toshusai Sharaku, Katsushika Hokusai oder Ando Hiroshige - in Tokioter Galerien, Kunsthandlungen oder Museen erstehen.
 
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