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Japan-Notizen
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Gartenbau
Im Gegensatz zur europäischen, architektonisch konstruierten Gartenanlage mit Blumenbeeten, Baum- und Buschfigurationen, dient im japanischen Garten die Natur selbst als Vorbild. In der Nachbildung wird sie jedoch stark idealisiert und damit verfremdet. Ästhetik bestimmt die Komposition in so hohem Maße, daß die Anlage oft eher zu einem stilisierten Kunstwerk als zur realistischen Miniaturausgabe einer vorhandenen Landschaft wird. Die Hauptakzente setzen in einem japanischen Landschaftsgartens immergrüne Bäume, Moos, Wasser, Steine in bestimmten Anordnungen - häufig mit symbolischem Charakter -, Trittsteine, künstliche Hügel, Brücken, Steinlaternen und Wasserschöpfbecken.
Die Gartenbaukunst kam aus China. Nach dem Vorbild eines chinesischen Kaisergartens entstand Anfang des 7.Jhs. der erste bekannte Landschaftsgarten Japans vor dem Kaiserpalast in Kyoto. Der Einfluß des Zen-Buddhismus führte zur Reduzierung der Gestaltungselemente auf Steinfigurationen, Kies und immergrüne Pflanzen. Das verlieh dem Garten ein abstraktes Aussehen und damit einen ausgesprochen meditativen Charakter. Das tägliche Harken der Kiesflächen sowie die Sauberhaltung bildeten einen wesentlichen Bestandteil der Arbeit der Mönche. Viele Gärten dieses Typs sind in Kyoto zu finden. In Tokio dagegen gibt es die großen Feudalgärten der Edozeit (z.B. Koraku-en; Hamarikyu-teien; Rikugi-en).
 
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